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Redmagic Astra Testbericht: Kleines Tablet, enorme Leistung

Es kommt selten vor, dass mich ein Gaming-Tablet noch überrascht. Ich habe so ziemlich alles ausprobiert – von klobigen Android-Tablets bis hin zum eleganten iPad Pro –, aber das RedMagic Astra hat mich wirklich umgehauen. Es protzt nicht so wie die meisten Gaming-Geräte. Stattdessen wirkt es unaufdringlich und souverän. Kompakt, scharf und leistungsstark genug, um einen darüber nachdenken zu lassen, was ein „Tablet“ im Jahr 2025 eigentlich noch sein sollte.

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Ich nutze die Version mit 16 GB RAM und 512 GB Speicher nun seit etwa drei Wochen täglich und kann mit Sicherheit sagen: Dies ist kein weiteres Nischengerät, das nur für Benchmarks entwickelt wurde. Es ist eines der wenigen Tablets, das die Balance zwischen Mobilität, Leistung und Eleganz wirklich perfekt trifft – auch wenn es natürlich nicht fehlerfrei ist.

Design & Bau: Unaufdringlich mit einem Augenzwinkern

Auf den ersten Blick könnte man das Astra für ein minimalistisches Produktivitäts-Tablet halten. Mattes Grau, scharfe Kanten, schmale Ränder. Doch wenn das Licht durch das dezente Glasfenster auf der Rückseite fällt, erhascht man einen Blick auf die Elektronik – goldene Streifen und das schwache Snapdragon-Logo schimmern durch. Es ist wie ein kleines Augenzwinkern, das sagt: „Ja, ich spiele auch.“

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Es fühlt sich auch hochwertig an. Der Aluminiumrahmen ist verwindungssteif, die Dicke von 6.9 mm macht es unglaublich handlich, und obwohl es leichter ist als die meisten 10-Zoll-Tablets, liegt es solide in der Hand. Ich habe es schon öfter ohne Hülle in meinen Rucksack geworfen, als ich zugeben möchte, und es hat noch nicht einen einzigen Kratzer abbekommen.

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RedMagics Designsprache orientierte sich schon immer am „Gamer“-Stil, doch das Astra dämpft diesen Eindruck gekonnt ab. Es wirkt selbstbewusst, ohne aufdringlich zu sein. Ein Gerät, das man bedenkenlos im Café benutzen kann, ohne schiefe Blicke zu ernten, weil das Tablet wie ein Raumschiff aussieht.

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Allerdings fehlt mir eine Sache: ein SD-Kartensteckplatz. Für ein so leistungsstarkes Gerät ist das eine merkwürdige Auslassung. Ich habe meine größere Steam Deck-Konsole voll mit Spielen auf einer erweiterbaren Speicherkarte, und es fühlt sich einschränkend an, dass das hier nicht möglich ist.

Display: OLED-Brillanz, die wirklich beeindruckt

Als ich es das erste Mal einschaltete, entfuhr mir ein lautes „Wow!“. Das 9.06 Zoll große OLED-Display des Astra ist einfach atemberaubend. Die Auflösung von 2400 × 1504 Pixeln, die Bildwiederholfrequenz von 165 Hz und die Spitzenhelligkeit von 1600 Nits lassen alles lebendig wirken. Spiele wie Diablo Immortal und PUBG Mobile laufen so flüssig, dass es fast hypnotisch wirkt.

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Sogar Filme wirken brillant. Die Farben sind lebendig, aber nicht übersättigt. Schwarztöne sind satt und Details bleiben selbst bei grellem Tageslicht gestochen scharf. Blade Runner 2049 darauf zu sehen, war nahezu perfekt – besonders die Szene mit dem orangenen Dunst.

Die Abtastrate des Touchscreens ist der Wahnsinn. RedMagic gibt 2000 Hz an, und ehrlich gesagt, glaube ich das sofort. Ich habe nicht die geringste Verzögerung zwischen Berührung und Reaktion bemerkt. Man merkt es erst, wenn man wieder einen Bildschirm mit geringerer Abtastrate benutzt und feststellt, wie verwöhnt man ist.

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Einziger Kritikpunkt: Die adaptive Helligkeitsregelung reagiert in dunklen Räumen manchmal etwas zu stark. Man liest oder spielt spät abends, und plötzlich dimmt der Bildschirm um 10–15 % ab. Das ist zwar kein K.O.-Kriterium, erinnert aber daran, dass die Software von RedMagic noch nicht ganz ausgereift ist.

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Leistung: Snapdragon 8 Elite erfüllt seine Aufgaben

Jetzt wird es richtig spannend. Das Astra ist mit Qualcomms Snapdragon 8 Elite und 16 GB LPDDR5X-RAM ausgestattet – und das merkt man. Das Ding ist pfeilschnell.

Ich habe Benchmarks hauptsächlich aus Neugier durchgeführt, aber ich brauchte keine Zahlen, um zu spüren, was das Gerät leistet. Call of Duty Mobile lief konstant mit maximaler Bildrate. PUBG: New State lief selbst im größten Chaos mit 100 Spielern butterweich. Ich habe Genshin Impact fast zwei Stunden lang mit hohen Einstellungen gespielt, und obwohl sich das Gerät erwärmte, gab es keine spürbaren Leistungseinbußen.

RedMagic gebührt Anerkennung für ihr Vapor-Chamber-Kühlsystem, das tatsächlich effektiv zu sein scheint. Es bleibt zwar nicht dauerhaft kalt – das tut es nicht –, aber die Wärme wird gleichmäßig verteilt. Man hat nicht diese unangenehme „heiße Ecke“, unter der viele Gaming-Smartphones leiden.

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Zum Spaß habe ich es sogar über den USB-C 3.2 Gen 2-Anschluss an einen externen 4K-Monitor und eine mechanische Tastatur angeschlossen. Es funktionierte erstaunlich gut. Mit etwas Cloud-Gaming über GeForce NOW und ein paar Emulatoren fühlte sich das Astra immer weniger wie ein Tablet und immer mehr wie eine Mini-Konsole an.

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Dennoch fiel mir auf, dass sich RedMagic OS 10.5 etwas unfertig anfühlt. Es basiert zwar auf Android 15, weist aber einige Macken auf. Manche Menüs bezeichnen das Gerät immer noch als „Telefon“. Andere haben Übersetzungsfehler. Es ist zwar nicht fehlerhaft, aber man merkt, dass die Software noch nicht ganz mit der von Samsung oder Google mithalten kann.

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Audio: Laut genug, aber nicht tief genug

Beim Klang zeigt die kompakte Größe des Astra schließlich ihre Grenzen. Zwei Stereolautsprecher – ja – aber nur mit Mühe.

Sie sind laut, keine Frage. Beim YouTube-Schauen oder einer kurzen Runde Honkai: Star Rail auf dem Sofa brauchte ich selten Kopfhörer. Die Dialoge sind klar, die Mitten sind gut und die Sprachverständlichkeit ist gut. Aber wenn man auf Bass achtet, ist da nicht viel.

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Das größere Nova-Tablet von RedMagic verfügt über vier Lautsprecher, und der Unterschied ist deutlich hörbar. Bässe klingen flacher, Explosionen fehlt das tiefe Dröhnen, und wenn man beim Spielen versehentlich den unteren Lautsprecher mit der Hand bedeckt (was passieren kann), wird der Ton sofort gedämpft.

Ich verstehe es – in ein 9-Zoll-Gehäuse passt einfach nicht alles –, aber für ein Gaming-Gerät ist das trotzdem ein Schwachpunkt. Ich nutze meine Sony XM5 sowieso meistens per Bluetooth, aber man sollte das im Hinterkopf behalten.

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Akkulaufzeit: Kompakt, aber überraschend leistungsstark

Ich hatte nicht viel erwartet. Ein 8,200-mAh-Akku in einem kleinen Tablet mit OLED-Display und hoher Bildwiederholfrequenz bedeutet normalerweise kurze Akkulaufzeit. Doch irgendwie schafft es das Astra, seine Leistung zu steigern.

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In meinem normalen Tagesablauf – abends etwas zocken, morgens YouTube schauen, E-Mails beantworten und vielleicht ein oder zwei Filme schauen – hielt der Akku mit einer Ladung etwa zweieinhalb Tage. Wenn ich intensiv spiele, zum Beispiel zwei Stunden Genshin Impact plus Streaming, sank die Laufzeit auf etwa anderthalb Tage. Das ist immer noch gut.

Das Aufladen geht auch schnell. Mit dem 65-Watt-USB-C-Ladegerät ist der Akku in etwa 50 Minuten vollständig geladen. Das ist zwar nicht ganz so schnell wie bei einem Laptop, aber definitiv schneller als beim iPad Air oder Galaxy Tab S10.

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Eine Kamera, die ihren Zweck erfüllt!

Die Kameraausstattung des RedMagic Astra wirkt eher wie ein nachträglich hinzugefügtes Feature als ein echtes Aushängeschild – und das ist auch gut so. Es gibt eine 13-MP-Hauptkamera und eine 8-MP-Frontkamera, die beide für schnelle Schnappschüsse oder Videoanrufe ausreichen, aber nicht annähernd Flaggschiff-Qualität bieten. Fotos bei Tageslicht sind ordentlich, mit guten Details und akkuraten Farben, aber bei schlechten Lichtverhältnissen zeigen sich deutliche Bildstörungen und weiche Ränder. Die Frontkamera ist für Zoom-Meetings ausreichend, neigt aber dazu, Hintergründe zu überbelichten. Ehrlich gesagt ist es eine Kamera, die man eher aus Bequemlichkeit als für kreative Aufnahmen nutzt – was Sinn ergibt für ein Tablet, das eindeutig in erster Linie für Spiele entwickelt wurde.

Software & Benutzerfreundlichkeit: Das RedMagic OS-Rätsel

RedMagic OS 10.5 wirkt wie eine seltsame Mischung aus ambitionierten Ansätzen und unausgereiften Designentscheidungen. Die grundlegende Android-15-Benutzererfahrung ist flüssig, übersichtlich und reaktionsschnell – aber die RedMagic-eigenen Apps? Durchwachsen.

Die Funktion „Game Space“ ist ein gutes Beispiel. Man betätigt einen kleinen roten Schalter an der Seite, und schon öffnet sich ein vollständiges Dashboard mit installierten Spielen, FPS-Zählern, Leistungsmodi und sogar Systemtemperaturen. Praktisch. Sieht aber auch aus wie aus dem Jahr 2019 – kantige Schriftarten, veraltete Symbole und einige Unstimmigkeiten in der Benutzeroberfläche.

Es gibt auch etwas zu viel Bloatware. Nichts Bösartiges, nur Füll-Apps, die man sofort wieder deinstalliert. Zum Glück lässt sich alles entfernen. Trotzdem wünschte ich, sie würden sich ein Beispiel an Nothing OS oder Pixel UI nehmen: einfach, minimalistisch, souverän.

Praxiseinsatz: Tragbare Energieversorgung – richtig gemacht

Das Witzige daran ist: Die beste Eigenschaft des Astra ist nicht seine reine Leistung – sondern seine Form.

Ich hatte schon Tablets, die in meiner Tasche gefühlt um Platz kämpften. Das Astra hingegen passt perfekt. Ob im Flugzeug, auf dem Sofa oder im Bett – es liegt auch bei längeren Sessions angenehm in der Hand. Es ist klein genug, um es im Hochformat zu nutzen, ohne dass es unhandlich wirkt, aber groß genug für ein flüssiges Spielerlebnis.

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Ich habe es kürzlich auf einer Reise sowohl zum Netflix-Schauen als auch als Remote-Arbeitsplatz (über Chrome Remote Desktop) genutzt, und es hat beides problemlos bewältigt. Ehrlich gesagt habe ich meinen Laptop seitdem kaum noch benutzt.

Die 16 GB RAM scheinen optimal zu sein. Multitasking läuft absolut flüssig. Man kann zwei Apps gleichzeitig nutzen – beispielsweise Discord und YouTube – ohne Probleme.

Dennoch ist es nicht perfekt. Das Fehlen eines microSD-Kartensteckplatzes ist ärgerlich, insbesondere da 512 GB schneller voll sein können, als man denkt, wenn man große Spiele oder Medien herunterlädt. Und das Fehlen einer Kopfhörerbuchse schmerzt immer noch, obwohl ich mich größtenteils daran gewöhnt habe.

Urteil: Ein kleines Biest, das sich seinen Platz verdient

Das RedMagic Astra will nicht alles sein. Es ist kein Produktivitätswunder wie das iPad Pro und auch kein günstiges Entertainment-Tablet. Es ist ein leistungsstarkes, kompaktes Gaming-Tablet für alle, denen Geschwindigkeit und Displayqualität am wichtigsten sind.

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Mit 649.00 € für die 16-GB/512-GB-Version ist es nicht gerade günstig. Vergleicht man es aber mit anderen Geräten auf dem Markt – insbesondere im Android-Bereich –, ist es nahezu unübertroffen. Das iPad Mini wirkt langsamer. Das Galaxy Tab S9 FE wirkt billiger. Und das Astra? Es fühlt sich an wie ein Tablet von Leuten, die tatsächlich spielen!

Wenn du einen tragbaren Gaming-Begleiter suchst, der gleichzeitig auch im Alltag taugt, fällt mir momentan keine bessere Option ein. Zugegeben, er ist nicht perfekt. Aber er macht Spaß. Und genau das vergessen viele Geräte.

Abschließende Gedanken

Vorteile

  • Atemberaubendes OLED-Display mit 165 Hz
  • Hervorragende Leistung mit Snapdragon 8 Elite
  • Solide Verarbeitung und komfortabler Griff
  • Hervorragender Akku für diese Größe
  • Superschneller USB-C 3.2 Gen 2-Anschluss

Nachteile

– Kein SD-Kartenleser oder Kopfhöreranschluss

− Mittelmäßige Sprecher

− Einige Unzulänglichkeiten im RedMagic OS

Quelle aus Gizchina

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