Tablets sind mittlerweile genauso schnell wie Laptops und kosten oft genauso viel, dennoch können sie den Laptop im Arbeitsalltag noch nicht vollständig ersetzen. Der Grund dafür liegt nicht an schwachen Komponenten oder einem mangelhaften Design, sondern an den Arbeitsgewohnheiten: Wie gehen Nutzer beim Tippen vor, wie verwalten sie Dateien und wie vertrauen sie ihren Geräten über längere Zeiträume? Hier sind einige Gründe, warum Tablets hinter Laptops zurückbleiben.

Arbeitsgewohnheiten
Tablets sind heute deutlich schneller und leistungsstärker als noch vor wenigen Jahren. Viele bewältigen anspruchsvolle Anwendungen problemlos, bieten ein scharfes Display und eine lange Akkulaufzeit. Trotzdem greifen die meisten Menschen immer noch zum Laptop, wenn es um produktives Arbeiten geht. Der Grund dafür liegt nicht in der reinen Geschwindigkeit oder mangelnder Benutzerfreundlichkeit. Es liegt vielmehr daran, wie die Menschen täglich arbeiten und was sie brauchen, um sich beim Arbeiten wie zu Hause zu fühlen.
Ein Laptop entspricht alten Arbeitsgewohnheiten. Man klappt ihn auf, tippt, benutzt Maus oder Touchpad und wechselt mühelos von einer Aufgabe zur nächsten. Dieser flüssige Ablauf lässt sich auf einem Tablet nur schwer nachbilden. Die Touch-Bedienung kann bei längeren Texten, umfangreichen Bearbeitungen oder Arbeiten, die sowohl Präzision als auch Schnelligkeit erfordern, langsam wirken. Selbst mit einer Schutzhülle ist das Bediengefühl nicht dasselbe. Der Bildschirm sitzt tief, die Tasten fühlen sich dünn an und das Gerät steht auf dem Schreibtisch oder Schoß weniger stabil.
Viele Berufe erfordern nach wie vor langes Arbeiten am Bildschirm. Denken Sie an Lernnotizen, lange E-Mails oder seitenlange Entwürfe. Auf einem Tablet kann dies schnell zu Verspannungen führen. Die Hand wechselt zu oft zwischen Tastatur und Bildschirm, was die Konzentration stört. Ein Laptop hingegen ermöglicht es, die Hände ruhig zu halten. Dieses kleine Detail summiert sich im Laufe eines Arbeitstages.

Werkzeuge und Benutzerfreundlichkeit
Auch Tablets stoßen hinsichtlich der lauffähigen Tools und deren Funktionsweise an ihre Grenzen. Manche Apps sehen zwar genauso aus wie ihre Laptop-Pendants, funktionieren aber deutlich eingeschränkter. Menüs sind ausgeblendet, die Bedienungsschritte weniger, und präzises Arbeiten kann schwierig sein. Für einfache Aufgaben ist das kein Problem. Bei anspruchsvollen Aufgaben kann es den Arbeitsfortschritt jedoch behindern.
Die Arbeit mit Dateien ist ein gutes Beispiel. Auf einem Laptop sind Dateien übersichtlich angeordnet. Man kann sie einfach per Drag & Drop verschieben, benennen und sortieren. Auf einem Tablet gibt es zwar auch Dateiverwaltungs-Apps, aber die Bedienung ist weniger intuitiv. Verbindungen zu Cloud-Speichern können zu Verzögerungen führen. Gerade wenn die Zeit knapp ist, zählen diese kleinen Unterbrechungen.
Hinzu kommt das Problem der Zusatzgeräte. Viele nutzen mehrere Bildschirme, eine Maus oder andere Hilfsmittel, um schneller arbeiten zu können. Laptops kommen damit in der Regel problemlos zurecht. Tablets können das zwar auch, aber oft nur eingeschränkt. Manche Geräte funktionieren, manche nicht, und die Einrichtung kann sich als lästige Pflicht erweisen. Für ein Werkzeug, das die Arbeit erleichtern soll, ist das ein klarer Nachteil.
Kosten und Vertrauen
Auch der Preis spielt eine Rolle. Hochwertige Tablets kosten mittlerweile so viel wie Laptops oder sogar mehr. Mit einer Schutzhülle und einem Stift steigen die Kosten schnell an. Angesichts dieser Preise stellen sich Käufer eine berechtigte Frage: Wenn ich schon so viel bezahlen muss, warum kaufe ich mir dann nicht gleich das Gerät, das alle Aufgaben optimal erledigt?

Vertrauen spielt ebenfalls eine Rolle. Laptops sind seit Jahren das wichtigste Arbeitsmittel. Man weiß, was sie können und wie lange ihr Akku hält. Tablets hingegen wirken eher wie ein Allround-Gerät, teils zum Vergnügen, teils zum Arbeiten. Auch wenn diese Sichtweise nicht ganz fair ist, entspricht sie der Realität. Unternehmen und Schulen planen ihre Arbeitsabläufe nach wie vor um Laptops herum. Das hält sie an ihrem Platz.
Tablets glänzen in vielen Bereichen. Sie eignen sich hervorragend zum Lesen, für einfache Bildbearbeitung, künstlerische Arbeiten und auf Reisen. Sie sind handlich und auch auf engstem Raum gut zu bedienen. Um Laptops jedoch vollständig zu ersetzen, müssen sie sich den Arbeitsgewohnheiten der Nutzer anpassen und dürfen keine zu großen Veränderungen erfordern. Solange diese Lücke nicht geschlossen ist, werden Tablets zwar nah dran bleiben, aber nicht die Marktführerschaft übernehmen.
Quelle aus Gizchina
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